Mai 6 2007

Sportspiele sind die neuen Killerspiele

Es wird ja viel über Killerspiele diskutiert – aber was ist mit simplen Sportspielen gepaart mit modernen Eingabemethoden? Hier der Videobeweis – Killermaschienen üben längst nicht mehr mit Killerspielen.


Apr 25 2007

Vodafone und die UnFairFlat

Vodafone LogoWie man ja vermuten kann bin ich Kunde bei Vodafone. Und in 85% der Fälle habe ich in meiner Rolle als Kunde Grund zum meckern. Diesmal sogar begründet.

Ich hatte am Anfang, um HSDPA, UMTS ect. mal zu testen einen Tarif mit 200 MB Volumen gebucht. Nun war die Frage für mich natürlich wie kann ich mein verbrauchtes Volumen überprüfen? Nichts leichter als das – Vodafone bietet eine sogenannten “QuickCheck” an – hier steht genau was verbraucht wurde und was noch übrig bleibt. Klasse Idee.

Nun bin ich vollständig auf diese Mobile Lösung umgestiegen und habe das Dickste Datenpaket gebucht: FairFlat National. Wasn’ FairFlat? Da stellen we uns ma janz dumm und fragen nach:

FairFlat bedeutet das man sich der Fairnesshalber an einem Volumen von 5GB orientieren soll. Dennoch bleibt es eine Flatrate da man die 5GB durchaus sprengen darf. JEDOCH überschreitet man in zwei aufeinanderfolgenden Abrechnungszeiträumen die 5GB Marke wird in den Folgemonaten jedes Kilo- und Grammbyte gegen Gold aufgewogen und man wird zur Kasse gebeten. Man hat also das Flat verloren und es bleibt nur noch das Fair. An sich ja akzeptabel.

Was jedoch bei diesem Tarif nicht funktioniert ist der oben erwähnte QuickCheck – das heißt ich bin nieeemals nicht und garnicht in der Lage mein verbrauchtes Volumen zu überprüfen. In Foren liest man das Vodafone damit argumentiert das man ja eine Flatrate habe und das Volumen uninteressant ist – was natürlich totaler Quatsch ist.

LinkSys WRT54g3gEs wäre leicht das Volumen nachzuvollziehen wenn man nur EIN Notebook hat und nur dieses die Datenverbindung nutzt. Nun gibt es aber von LinkSys (in Kooperation mit Vodafone!) einen Router der eine PCMCIA Datenkarte aufnimmt und somit ein ganzen Haushalt mit einer Datenverbindung versorgt. So auch ab heute abend bei mir. Der Router wird eine XBox360, eine Wii, einen MacPro und ein PowerBook ans Netz bringen – und nun wie kontrolliere ich hier mein verbrauchtes Volumen? Gab es da mal nicht etwas mit Transparenz und Kostenkontrolle ect?

Ich konnte mir nicht so recht vorstellen das Vodafone seinen Kunden bei der FairFlat die QuickCheck Funktion einfach abschaltet. Also eine Email an den Support geschrieben – die Antwort:

Guten Tag Herr Schmidt,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Sie haben Recht. Beim Vodafone WebConnect FairFlat National gilt folgende Besonderheit bei der Anzeige im Vodafone-QuickCheck: Der Tarif wird nur dann im QuickCheck angezeigt, wenn in zwei aufeinanderfolgenden Abrechnungszeiträumen die 5 Gigabyte-Grenze überschritten wurde.

Checken Sie Ihre Rechnung jetzt bequem im Internet und buchen[...]

Aha… also liegt die Vermutung ja wohl nahe das Vodafones Absicht die ist, möglichst viele Kunden das Flat in ihrer FairFlat abzuluchsen. Ein Fall für den Verbraucherschutz? Keine Ahnung.


Apr 25 2007

Echte Mobile DSL Flatrate

HSDPAMoobiCent ist ein neuer Anbieter der Victorvox GMBH und bietet für kanppe 39 Eur im Monat eine echte HSDPA Flatrate. Da MoobiCent hierfür das Vodafone Netz benutzt stehen also die bekannten 3,6 MBit zur Verfügung.

Somit ist MoobiCent momentan der günstigste Anbieter auf dem Markt – alle anderen Anbieter haben momentan (ausser E-Plus) nur Volumen- und/oder Zeittarife im Angebot.

Doch da ich ja von Natur aus Misstrauisch bin frage ich mich natürlich wo sind die Limitierungen? Wie machen die das?

Problem 1

In der Fußzeile ist zu lesen:

Die monatliche Grundgebühr von 39,95 € beinhaltet eine Datenübertragung ohne Volumenbegrenzung über die Vodafone APNs: web.vodafone.de und wap.vodafone.de. Zusätzliche Kosten entstehen nur durch eine Nutzung weiterer Dienste und Services.

Das ist alles ok bis auf die Beschränkung web.vodafone.de – denn dieser APN hat eine Grafikverstümmlungsfunktion. Eigentlich dazu gedacht Transfervolumen zu sparen indem Grafiken stark komprimiert werden. Das Ergebnis sind häßliche Artefakte ect. also für einen Webdesigner oder Fotografen sehr zu empfehlen…

Problem 2

Beschränkung der Dienste/Protokolle – Dies ist rein spekulativ – jedoch begründet und da mit von MoobiCent noch keine andere Antwort vorliegt stelle ich diese Behauptung einfach mal auf: Vodafone hat mit der UMTS einfühung bestimmte Protokolle unterbunden – darunter vielen zunächst einige InstantMessenger (wie ICQ AIM und MSN) – dies wurde später aufgehoben. Momentan ist es nicht möglich VoIP zu nutzen (ok nicht ohne weiteres). Ich könnte mir vorstellen das dies bei MoobiCent auch der Fall ist.

Problem 3

MoobiCent hält sich offen jeden Kunden beliebig an die Luft setzen zu können durch folgende Klausel in den AGBs:

XII. Sperrung des Teilnehmers / Entsperrung

1. Unbeschadet anderer gesetzlicher Vorschriften ist VICTORVOX berechtigt, die Inanspruchnahme ihrer Leistungen ganz oder teilweise zu verweigern (Sperre),
[...]
c. der Dienst im ganzen oder gegenüber einzelnen Teilnehmern durch unsachgemäße (z. B. einer extrem über das übliche Maß hinausgehenden) Benutzung durch den Kunden gestört ist oder eine solche Störung droht.

Da ich kein Jurist bin verstehe ich das so: Nutzt jemand die Flatrate zu Flatratig und verursacht mal ein wenig zuviel Datenverkehr kann er gesperrt werden. Was nun “das übliche Maß” ist weiß kein Mensch – ist aber ne tolle Klausel.

Fazit: Abwarten. Die Konkurrenz schläft nicht und ist gezwungen mitzuziehen. Es werden sicher noch einige Anbieter mit ähnlichen Angeboten nachkommen.


Apr 19 2007

TerraTec Elgato USB und ein Mac

CinergyEs war Anfang 2007  – Ein naiver Nils dachte sich er könnte sich einen diese mittlerweile günstig zu bekommenden DVB-T USB Sticks kaufen und damit seinen Mac in einen Festplattenvideorekorderallesineinemgerät zu verwandeln. – Soweit die Theorie. Die praktische Umsetzung folgte auf dem Fuße: Welcher Hersteller ist Mac kompatibel – Miglia, TerraTec… ein Flug durch die eBay Landschaft und der TerraTec Cinergy T USB XE war ersteigert.

Die Hardware kam an, wurde geschält, und eingepluged und es wurde aufs playen gehofft. Nein. Es passiert nichts. Liegt es wohl an der Demoversion von EyeTV? EyeTV gekauft und: Nein.

Was lese ich also in den unendlichen Weiten des Internet: TerraTec wird ein Paketchen schnüren aus MEINEM USB Stick und einer Elgato EyeTV Lite Software?! – Hmm – dann sollte mein Stick doch noch eine Lebenssinn bekommen, oder? Fragen wir den Elgato Support. Antwort lautet: Die nächste EyeTV Version wird meinen Stick unterstützten und damit ich jetzt schon Freude habe gab es für mich eine Beta Version. Aber nein auch diese möchte mich vom Fehrnsehgenuß abhalten. Ich schreibe dem Support von meinem Kummer und man vertröstet mich auch die Finale Version.

Gestern, 18. April. 2007 – Elgato wirft die Final Version auf den Markt und? Natürlich funktioniert mein Stick nicht. Defekt ist er aber auch nicht da er unter Windows wie gewünscht arbeitet. Alle Mac Seiten berichten über das neue Update. Auch xl8yourmac … das sind doch die die auch mal gerne Userfragen beantworten, oder? Also  verfasse ich am späten Abend noch eine Email an Mike und erkläre meine Nöte und die bitte mal in Runde zu posten ob jemand ähnlich beschissen dran ist wie ich, hoffnungsvoll lege ich mich ins Bett und freue mich auf den Donnerstag.

In der Nacht hat sich viel getan – eine Email von Mike in der steht:

  Nils, I wrote a contact at ElGato about this and he replied:

——–
TerraTec shipped some older hardware labelled as “Cinergy T USB XE” with a

USB 1.1 chip that is not compatible with the Macintosh. Only the later, USB
2.0 models of this DVB-T stick are supported by EyeTV 2.4. These later
models are what Terracted is now bundling with EyeTV Lite.

Please tell this customer to contact EyeTV sales and
their purchase of EyeTV will be refunded.

Thanks,

XXXXXXX
(ElGato)

Als ich diese Mail gelesen habe war ich ja schon baff wie problemlos und Kundenfreundlich man dort drüben am anderen Ende es großen Teiches mit mir umgeht. Aber auch schon diese Initiative von xl8yourmac / Mike ist aussergewöhnlich in meinen Augen.

Aaaaber das war ja nur die erste Mail an diesem Morgen – die Zweite war von einem Elgato Mitarbeiter aus San Francisco:

We received word of your problem from xlr8yourmac .


TerraTec, one of Elgato’s hardware partners, has a number of products available for the PC. One of those is the Cinergy T USB XE, a DVB-T receiver.

 

The original PC version only supports USB 1.1, and is not compatible with EyeTV on the Macintosh.

 

The newer USB 2.0 version is compatible with EyeTV, and is now being bundled with EyeTV Lite software by TerraTec. It can also be used with the full EyeTV 2 software, version 2.4.

 

If you have purchased EyeTV 2 software for your USB 1.1 Cinergy T USB XE, then EyeTV won’t be able to work with it. Please let me know if you would like a refund for that EyeTV 2 software. We apologize for any confusion this matter may have caused.

 

Wow – das ist also dieses Gefühl von dem die älteren Menschen so oft reden: König Kunde. Ich wurde gehört. Mir soll geholfen werden. Ich habe doch tatsächlich eine imaginäre Träne im linken Auge.

Elgato – Klasse…


Feb 28 2007

Verkehrsschild vs Radarfalle

Magic RoundaboutDas Handelsblatt berichtet über eine Autofahrer der eine ganz neue Art gefunden wie er sich herausreden kann warum er nicht zahlen muß: Es gab keinen Hinweis auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung. Ein cleverer (aber bitterböser) Mensch hat nämlich sämtliche Verkehrsschilder die auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung hinweisen demontiert.

Das Schlimme: Möglicherweise werde der Unbekannte mit seiner rabiaten Aktion nicht nur selbst Erfolg haben, sondern auch gleich noch andere Temposünder vor Bußgeldern und Punkten in Flensburg oder sogar Fahrverboten bewahren. Denn die am Montag geblitzten Raser könnten sich darauf berufen, dass kein Schild auf Tempo 70 hingewiesen habe. – Zitat Handelsblatt.de

Na wenn das mal nicht eine innovative Idee ist. Ich finde das ist schon fast eine gute Tat – jedoch nur solange nichts passiert. Nehmen wir mal 20% der Blitzer die nicht dafür da sind um das Staatsäckl zu füllen sondern tatsächlich da sind um Gefahrenzonen besser zu kontrollieren bzw. den Fahrer zurecht zu weisen, da kann es schon brenzlig werden.

Trotzdem bringt mich dies Aktion (böser böser Autofahrer) zum Nachdenken – da doch gerade jetzt in der Metropole Bohmte das dolle erfolgreiche System der Niederländischen und Belgischen Nachbarn übernommen werden soll… Eine Stadt komplett ohne Verkehrsschilder? Vielleicht kam der Raser ja auch nur aus Bohmte und wollte ein wenig Steuergelder sparen und montierte schon einmal vorsorglich die Schilder ab. (Quelle: SpOn)