Album Gehörtes Review

Linkin Park – A Thousand Suns

CD-CoverSo, da ist also das Wunderwerk. Lange haben die Jungs aus dem Park Ihre Fans warten lassen. Kleinere Krümmel als Appetizer gab es zwischendurch z.B. in Form einer iPad / iPhone / iPod App names 8-Bit Rebellion aber Linkin Park hat mittlerweile eine so große Fanbase das dieses gar nicht nötig gewesen wäre. Zuletzt gab es dann die Single „The Catalyst“ die einen schonmal auf das neue Album einstimmen sollte, das war nötig, da Linkin Park sich seit jedem Album ein wenig entwickelt hat, nur wusste man nie in welche Richtung. Und „The Catalyst“ war hier keine Ausnahme, ein wenig 2000’er Linkin Park, ein wenig EBM und ein paar Samples die man durchaus bei Scooter geliehen haben könnte. Das ist jetzt alles nicht so schlimm wie es sich anhört, gerade mir als musikalischem Grenzgänger sagen solche Experimente sehr zu. Nur eins machte „The Catalyst“ klar, Linkin Park, so wie sie 2000 starteten gibt es in dieser Variante nicht mehr. Vielmehr gibt es 3 – 4 Linkin Park Geschmacksrichtungen die sich auf diesem Album versammeln.

iTunes wirbt im Store z.B. mit folgenden Worten: „…der piano-getriebe Beat, der sägende Gitarrensound, das Feuerwerk aus Synthie und Drum-Machine und das Zusammenspiel der Stimmen von Mike Shinoda und Chester Bennington, die sich beide die Seele aus dem Leib schreien.“ – ja und genau das ist es eben nicht mehr. Also nicht so wie früher. „Wretches and Kings“ könnte dem „aus dem Leib schreien“ noch recht nahe kommen. Aber der Song könnte auch ein Hip-Hop Kombo feat. Linkin Park sein. Das der Song so von Linkin Park ist, vermutet man beim blinden hören vielleicht nicht.

Meine Anspieltipps sind: The Requiem (ich habe eine schwäche für tolle Eröffnungen von Alben), Burning in the Skies, Waiting for the End, Iridescent (schöner Song mit Digi-Chor , schöner Sample ab 2:55).

Ich würde nach den ersten zwei bis drei Durchgängen dem Album eine 3 geben. Okay ne 3+.

  1. Samples von Martin Luther King, Robert Oppenheimer, Mario Savio , „die auch von Scooter sein könnten“? Einfach noch mal hören und die Texte einbeziehen und versuchen ein bischen weniger oberflächlich zu sein, dann sagt ATS auch Ihnen vielleicht etwas.

  2. Danke für den Kommentar. Ich spreche die Texte gar nicht an. Die sind wirklich gut geworden, und man braucht z.T. auch wirklich verstand um sie interpretieren können. Der Bezug zu Scooter war wirklich auf die z.T. immer mehr Technik-Synthi-Lastige Musik, was die Vorabsingle „The Catalyst“ wohl auch deutlich machen sollte.
    Ich unterscheide Musik nach: Ich mag die Musik, text kann ich vernachlässigen. Ich mag den Text, Musik kann ich vernachlässigen. Ein „5 Sterne mit Auszeichnung Album“ empfinde ich ein solches, das beide Ansprüche erfüllt. Meine Ansprüche, nicht zu vergessen.

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